Im Gespräch mit einem „Azubi“ zur Altenpflegefachkraft.

12. Mai 2014 vom CASA REHA Seniorenpflegeheim An den Niddaauen
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Portrait eines Altenpflegeschülers.

 

Andreas S. ist 29Jahre alt und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zum Altenpfleger an der Altenpflegeschule „Kommit“ in Frankfurt am Main.

 

 

Weshalb haben Sie sich für den Beruf der des Altenpflegers entschieden?

 

Ursprünglich wusste ich nicht genau, welche Ausbildungsrichtung ich wollte. Allerdings schwebte mir was aus dem Gesundheitswesen vor, etwas wo ich mit Menschen zu tun habe. So bildete sich die Idee, Altenpflegerin/Altenpfleger zu werden.

 

Was haben Sie vor Ihrer Ausbildung zur zum Altenpfleger gemacht?

 

Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zum Gärtner im Blumen und Zierpflanzenbau abgeschlossen. Mir fehlte aber schnell der Kontakt zu Menschen während der Arbeit. Also führte mich mein Weg in die Altenpflege, wo ich zuerst mein „Einjähriges“ also das Altenpflegehelfer Examen abgelegt habe. Da ich meinen Traumjob gefunden habe, beende ich auch noch die restlichen zwei Jahr und darf mich dann examinierter Altenpfleger nennen.

 

Ist die Ausbildung so, wie Sie es sich vorgestellt hatten? Werden Sie in Ihrer Wahl bestätigt?

 

Im Großen und Ganzen Ja. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Der Unterricht an der Altenpflegeschule macht mir und übrigens auch meinen Mitschülern sehr viel Spaß. Die pflegerischen Inhalte gefallen mir sehr gut, aber auch das, was ich über die Menschen, Demenz und andere Erkrankungen lerne, finde ich total interessant.

 

Und wie sieht´s in der praktischen Ausbildung aus?

 

In der Pflege bin ich ein Teil eines Teams. Von Beginn an kann ich meinen Beitrag zum Gelingen leisten. Teamwork und strukturiert zu arbeiten ist das A und O. Durch den längeren Kontakt mit den Bewohnern und ihren Angehörigen lernt man die Menschen sehr gut kennen, ihre biografischen Besonderheiten und auch Wege des Umgangs.

 

Ist das nicht auch ganz schön schwierig, sich ständig mit alten und kranken Menschen auseinanderzusetzen?

 

Im Grunde ist es bis auf wenige Ausnahmen nicht schwierig. Es macht Spaß, die Bewohner nicht nur zu pflegen, sondern auch ihren Tagesablauf mitzugestalten. Klar, es sind Tätigkeiten dabei, die beim ersten Mal ungewohnt sind, wo man dem Menschen sehr nahekommt. Beide Seiten müssen hier zusammenwirken. Nirgendwo erlebt man die Dankbarkeit oder den Sinn des eigenen Handelns direkter.

 

Was sagen Ihre Freunde zu Ihrer Entscheidung für die Altenpflege?

 

Ich hatte ursprünglich mit mehr negativen Äußerungen gerechnet. Die meisten sagen: „Es ist gut, wenn es Dir Spaß macht. Du hilfst anderen Menschen und machst viel, wofür ich Dich nur bewundern kann.“ Ich glaube, meine Generation entwickelt ein neues, besseres Bild von der Pflege. Wie sehr diese sich entwickelt hat, kann jeder selbst erleben, der vorurteilsfrei ein Pflegeheim besucht.

 

Das ist ja erfreulich; und wie geht es nach Ihrer Ausbildung weiter?

 

Am liebsten erstmal Erfahrungen in der Pflege sammeln und fachlich hinzulernen. Den Umgang mit demenzkranken Menschen finde ich sehr interessant. Da gibt es neue Ansätze, die mich reizen.

 

 

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg im Examen und weiter viel Spaß!